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Gold vor goldenen Zeiten?

21.3.2018 / 23.00 Uhr

Der Goldchart in USD zeigt ein interessantes Setup: Die Supportzone im Bereich 1.300/1.305 USD wurde mehrfach verteidigt. Mit dem heutigen Upmove könnte die Korrektur beendet worden sein.

Als nächste Kursziele dienen die Widerstände bei 1.340 bzw. 1.345 USD. Dort könnte es aufgrund der kurzfristig überhitzten Lage zu einer Verschnaufpause kommen. Solange sich Pullbacks oberhalb der Unterstützungen bei  1.330 und 1.320 USD abspielen, bleibt der Trend aber weiter aufwärts gerichtet und ein Anlaufen der 1.360er und 1.375er Zone auf Sicht mehrerer Tage das wahrscheinlichste Szenario.

Erst wenn der Goldpreis unter 1.306 fällt, wäre der jüngste Ausbruch als Fake einzustufen und die Lage würde sich deutlich eintrüben.

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Chart erstellt mit Tradesignal, www.tradesignal.com; Daten von Thomson Reuters Eikon

Goldminen-Index: Rechte Schulter der SKS läuft an!

24.1.2017 / 15.38 Uhr

Der Goldminenindex bewegt sich seit Mitte Dezember 2016 (damals bei rund 160 Punkten) in einem Upmove. Aktuell bei 209. Im Wochenchart ist zu sehen, dass es sich hierbei um die rechte Schulter einer SKS-Formation handeln dürfte.

Das nächste Widerstandslevel ist bei rund 250 Punkten zu finden, etwas weiter oben kommt auch die lange Abwärtstrendlinie ins Spiel – eine wichtige Zone, die bei einem Ausbruch nach oben ein langfristiges Kaufsignal mit Zielen im Bereich 390/400 generieren würde.

Goldminenindex HUI (weekly):

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Chart Labor: Goldpreis als Vorläufer für den S&P 500?

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16.11.2016 / 20.00 Uhr

Keine Assetklasse steht isoliert für sich allein. Sie ist vielmehr mit anderen Assets verbunden – mal mehr, mal weniger. So hat z.B. der Dollar Einfluss auf Rohstoffe, Renditen wirken sich auf Aktien aus und so weiter. Auch sektoral lassen sich viele sogenannte „Intermarkets“ ausfindig machen. Das soll aber nicht das heutige Thema sein.

Wir schauen uns heute den Verlauf von Gold und dem S&P 500 (SPY) an. Interessanterweise ist hier seit vielen Monaten ein gewisser Gleichlauf zu sehen. Legt man nämlich beide Preiskurven übereinander, so stellt man fest, dass der Goldpreis zuletzt etwa einen Monat Vorlauf zum US-Aktienmarkt aufweist.

Hier das Ergebnis, wenn man den Goldpreis (rot) um 20 Handelstage nach vorne zieht:

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Ob das Ganze purer Zufall ist oder nicht – diese Frage kann niemand beantworten. Eine Kausalität kann man nicht herleiten, eine Korrelation sehr wohl.

  • So wurde der „Trump-Boden“ zuletzt frühzeitig angezeigt – ebenso wie andere Highs und Lows zuvor.
  • Aktuell signalisiert Gold etwa um den Monatswechsel herum wieder fallende Kurse am Aktienmarkt.

Mal sehen, ob dieser „Indikator“ auch in Zukunft recht behält.

Update: Goldminenindex dreht am Widerstand. Newmont im Fokus.

25.8.16 / 15.17 Uhr

In der letzten Analyse (hier nachlesen) wurde die Zone 250/280 beim Goldminenindex NYSE Arca Goldbugs als Widerstand gennant, eine Überhitzung war ebenfalls im Gange. Mit der gestrigen Bewegung summiert sich der Wochenverlust bereits auf 11,6 Prozent. Eine Fortsetzung der Verschnaufpause ist nach dem extremen Anstieg von rund 180 Prozent seit Jahresbeginn (!) zu erwarten. Ersten Support bietet die Zone um 200 Punkte herum.

Das gleiche Bild zeigt sich bei der Aktie Newmont Mining, einem der Schwergewichte in diesem Sektor: der steile Uptrend-Kanal wurde gestern klar verlassen, das letzte Swing Low wird wohl in Kürze nach unten verlassen werden.

goldminen250816

Sobald eine größere Korrektur vorüber ist und neue Long-Chancen auftauchen, folgt an dieser Stelle es ein Update.

 

Gold: 1.390/1.420 Dollar in Reichweite?

22.7.2016 / 8.43 Uhr

Der Goldpreis befindet sich seit dem Breakout über 1.190 Dollar weiter im Aufwärtstrend. Nach Erreichen der runden 1.300er Marke kam es zu einer Korrektur zum 38er Retracement bei 1.205. Es folgte der nächste Upswing bis 1.375.

Gestern wurden auch hier 38 Prozent davon korrigiert und ein neuer Aufwärtsimpuls ist wahrscheinlich, solange die 1.300/1.308er Zone hält. Ziele: 1.390/1.420 Dollar.

Gold (daily):

gold220716

 

HUI ui ui!

6.7.2016 / 15.30 Uhr

Der Goldminensektor rockt weiter. Seit dem Tief Anfang des Jahres notiert der Index (HUI) rund 160 Prozent höher. Das in der letzten Analyse genannte Ziel bei 250-280 wurde nun erreicht. Exakt hier verläuft der langfristige Downtrend seit 2011, ein Gap liegt knapp oberhalb bei 300 Punkten. Ein guter Zeitpunkt also, einen Teil der Gewinne zu sichern.

Goldminenindex HUI (weekly):

hui050716

Der große Trendwechsel – Goldaktien mit relativer Stärke ggü. dem „normalen“ Aktienmarkt – ist aber weiter intakt. Und könnte noch eine ganze Weile anhalten…

HUI vs. SPX:

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Goldminen: Widerstand wie Butter durchbrochen. Überhitzungsphase beginnt!

3.5.2016 / 7.51 Uhr

In der letzten Analyse des Goldminensektors hieß es an dieser Stelle: „Unschwer zu erkennen, dass im Bereich 200/210 Punkten eine beinharte Widerstandszone wartet. Hier könnte – muss es aber nicht – zu einem größeren Rücksetzer kommen, bevor neue Hochs bei 250 bzw. 280 angesteuert werden.“

Wie man am nachfolgenden Chart sehen kann, wurde der Widerstand wie Butter durchbrochen (+15% Kursgewinn in der letzten Woche), die Bullen machten es also direkt. Aktuell notiert der Index bei 228 Punkten, die Oszillatoren zeigen erste Überhitzungssignale, sodass ein Aufspringen jetzt definitiv nicht mehr sinnvoll ist. Als Widerstandszone dürfte unverändert der Bereich 250/280 fungieren, dort verläuft ungefähr auch der langristige Downtrend.

Updates folgen!

NYSE Arca Goldbugs Index (weekly):

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Goldminenindex nähert sich der ersten Zielzone!

11.4.2016 / 12.00 Uhr

Im Oktober 2015 wurde eine umfassende Analyse zum Goldminensektor veröffentlicht. Nach mehreren Wochen Konsolidierung gelang dem Index letzte Woche ein Upmove von fast 8 Prozent. Damit haben Goldminenaktien seit Ende Januar 2016 fast 100% Prozent zugelegt! Grund genug für ein Update.

Der NYSE Arca Goldbugs Index notiert akutell bei 194 Punkten und ist damit an der ersten Zielzone angelangt. Unschwer zu erkennen, dass im Bereich 200/210 Punkten eine beinharte Widerstandszone wartet. Hier könnte – muss es aber nicht – zu einem größeren Rücksetzer kommen, bevor neue Hochs bei 250 bzw. 280 angesteuert werden.

Goldminenindex (weekly):

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Der untere Subchart (blau) zeigt, dass der Goldminensektor seine Stärke gegenüber dem „normalen“ Aktienmarkt (S&P 500) fortsetzt.

Gold: Höchste Zuflüsse seit 8 Jahren

6.3.2016 / 12.47 Uhr

Die positive Entwicklung bei den Goldminen setzte sich in dieser Woche weiter fort. Der Arca Goldbugs Index stieg um 6,4 Prozent.

Goldminenindex (weekly):

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Beim Edelmetall selbst legte um 3 Prozent zu und steuert weiterhin auf den nächsäten Widerstand bei rund 1.300 US-Dollar.

Gold (daily):

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Die Zuflüsse in Gold-ETFs erreichten im Februar das höchste Niveau seit 8 Jahren.

MAR16_week 1Quelle: Visual Capitalist

Angesichts der überkauften Lage und erster Divergenzen im Goldminen-Tageschart (nicht dargestellt) ist in Kürze mit einer Konsolidierung zu rechnen. Im großen Bild bleibt es aber bei der Aussage der letzten Analyse (siehe hier): Der Goldsektor hat eine größere Trendwende hingelegt und sollte in den nächsten Monaten mit positiven News glänzen.

Schönen Samstag!

Dollar, Yen, Gold und Öl – hier spielt momentan die Musik!

14.02.2016 / 17.33 Uhr

Die letzten Tage und Wochen standen ganz im Zeichen der Abwärtsbewegung an den Aktienmärkten. Vor allem die Banken hat es hart erwischt. Nachfolgend der Chart des europ. Bankenindex, der nach dem Bruch des Supports massiv einbrach. Aufwärtskorrekturen von hier aus dürften enden wie immer in solchen Fällen: mit neuen Lows.

Euro Stoxx Banks (weekly):

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Noch interessanter war allerdings die Entwicklung bei den Rohstoffen. Und diese rührt natürlich von der Dollar-Schwäche (Dollarindex auf 4-Monatstief), die sich insbesondere gegenüber dem Yen zeigt. Das Währungspaar drehte ziemlich genau an der 25-Jahres-Downtrend-Linie nach unten. Gemenssen an den letzten zwei Wochen ist das die größte Yen-Rallye seit 1998!

USDJPY (monthly):

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Der Wochenchart des Währungspaars ist fast schon bilderbuchreif: Uptrend, Bruch der Supports bei 115/116, dann Pullback und neuer Downmove..

USDJPY (weekly):

usdjpy_weekly140216

Die negative Korrelation des US-Dollar (historisch war das immer der Fall nach einer ersten Zinserhöhung) wirkt sich traditionell positiv auf die Rohstoffpreise aus.

Öl hat am vergangenen Freitag kurzzeitig ein neues Tief generiert, sprang dann aber über 10% nach oben – der höchste Zugewinn seit Jahren. Hier könnte es in den nächsten Tagen und Wochen zu großen Erholungen kommen – die Häufung großer Up und Down Days ist jedenfalls ein klassisches Zeichen einer einsetzenden Bodenbildung.

Die Bewegung bei den Goldminen wurde an dieser Stelle bereits kommentiert. Diese Woche ging es weitere 10 Prozent nach oben, der Widerstand bei 150 wurde klar herausgenommen.

Goldbugs Index (weekly):

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Hier ein aktueller Blick auf die jüngste Entwicklung beim Goldpreis. Dieser brach mit Dynamik über die 1.200er Marke nach oben aus – das nächste Ziel liegt bei 1.300 Dollar.

Gold (weekly):

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Einen Chart, den ich hier im Chartblog schon sehr lange nicht mehr gezeigt habe, war die Ratio zwischen Aktien und Gold – gemessen am Dow und Gold. Seit Anfang 2000 und dem Platzen der Technologieblase war Gold im Vergleich zu Aktien der klare Gewinner – und das bis etwa Mitte 2011. Seitdem waren Aktien relativ betrachtet ganz klar die bessere Wahl. Wie man sieht, scheint sich nun ein erneuter Wechsel zu etablieren, dieses Mal wieder zugungsten von Gold. Steht hier ein langfristiger Favoritenwechsel bevor?

Gold-Dow-Ratio:

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Für aufmerksame Chart-Fans ergeben sich damit jede Menge Trading-Chancen, die auch mittel- bis langfristiges Potenzial bergen.

Goldminen: Trendwende

8.2.2016 / 11.53 Uhr

Im Oktober 2015 wurde an dieser Stelle eine Langfrist-Analyse des Goldminensektors veröffentlicht, der Titel lautete „Wieder nur ein Strohfeuer oder DER Boden?“.

Seitdem hat sich vieles getan: Während der Aktienmarkt klare Schwäche zeigt, präsentieren sich die Goldminen von ihrer besten Seite. Die Bodenbildung der letzten Monate ist klar erkennbar – ebenso der jüngste Ausbruch aus dieser Zone nach oben. Wie schnell das Ganze gehen kann, zeigt sich auf prozentualer Ebene – in nur 3 Wochen stieg das Aktiensegment um rund 50 Prozent.

Der Ratio Chart (unterer Subchart in blau) bestätigt, dass hier erstmals eine Trendwende vorliegt.

NYSE Goldbugs Index vs. S&P 500 (weekly):

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Gelingt beim Goldpreis eine Rückeroberung der 1.200er Zone und anschließend eine Stabilisierung oberhalb, ist beim Goldminenindex mittelfristig mit Indexständen von ca. 200 bzw. 250 zu rechnen.

Gold (weekly): gold080216

 

Mini-Crash im DAX, USA im freien Fall. Hier kommen alle Fakten!

22.49 Uhr

Der DAX verlor heute 250 Punkte und schloss bei 10.432. Nachbörslich ging es im Gleichklang mit den schwachen US-Indizes, die bis zur letzten Minute unter Druck standen, weiter gen Süden.

US-Indizes (daily):

  • Dow mit neuem Low
  • Nasdaq100 mit SMA200-Kiss
  • S&P 500 mit neuem Low und SMA 200 klar gerisen

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Verkauft wurde alles, wirklich fast alles!

Heatmap S&P 500:

heatmap200815

Der TRIN zeigte für den heutigen Donnerstag allerdings noch keine richtige Panik an (Werte über 2 oder 3).

TRIN (daily):

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Auch der VIX hat noch Luft nach oben – sprich: es gibt noch genügend Downside-Potenzial für den S&P 500.

VIX (daily):

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Der DAX-Future beendete den blutroten Tag bei 10.308 Punkten, was für eine erneute Eröffnung mit einem Down-Gap morgen spricht… Wo liegen potenzielle Supports oder wichtige Pullbackzonen im großen, übergeordneten Bild?

Im DAX haben wir das 50-Prozent-Retracement (10.372 Punkte) erreicht bzw. dieses dürfte morgen gleich zu Beginn unterschritten werden. Der nächste Support, das 61,8er Fibonacci-Retracement wartet erst bei 9.896 Punkten, auch die 10.000er Marke dürfte interessant sein (Psycho-Marke). Der Schlusskurs des Jahres 2014 lag übrigens bei 9.805 – dort wären also alle Gewinne des laufenden Jahres eliminiert.

Der Blick auf den RSI im Weekly-Chart zeigt, dass der Selloff schon weit vorangeschritten ist. In extremen Angstphasen werden solche „Supports“ aber oft wie nichts preisgegeben. Also nicht zu früh gegen die heran rollende Dampfwalze stellen!

DAX (weekly):

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PS Ganz heimlich hat sich ein anderer Markt über eine wichtige Marke zurückgekämpft – Gold! Der Rebreak über den alten Support 1.140 ist sehr bullish zu werten und verspricht weitere 100 USD Upside, wenn die Marke nicht mehr unterboten wird.

Ein Update gibt es morgen früh,

Gute Nacht 🙂

Gold: 60-Dollar-Einbruch in der Nacht

8.27 Uhr

Auch wenn aktuell fast niemand mehr auf den Goldpreis schaut – hier kam es erwartungsgemäß zu einem Selloff, nachdem die 1.140er Marke nach unten gebrochen wurde. Heute Nacht lagen die Notierungen bei 1.073 Dollar! Aktuell wieder bei 1.114 Dollar.

Wenn sich das Ganze als Fehlausbruch erweisen sollte, wären Notierungen oberhalb 1.150 bullish zu werten. Immer schön flexibel bleiben 😉

Gold (daily):

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Chart des Tages: Gold vs QE3

23.15 Uhr

Der Goldpreis testete heute das März-Tief knapp oberhalb 1.140 US-Dollar und hängt damit weiter am seidenen Faden, die Unterstützung muss dringend gehalten werden.

Gold (60min):

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Ein sehr interessanter Chart von ZeroHedge zeigt, warum das Edelmetall in letzter Zeit wenig Freude macht: QE3! Mit der Implementierung des „quantitative easing“ fiel Gold bei den Investoren in Ungnade. Kein Wunder, wenn man sich anschaut, wie sauber der S&P 500 seitdem nach oben zieht – von richtigen Korrekturen keine Spur!

Gold vs. Aktienmarkt (indexiert seit dem Aktienmarkttop):

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Goldpreis vor 100-Dollar-Rutsch? Goldminen bereits unter 2008er Low!

14.31 Uhr

Der Goldpreis zählte in den letzten Wochen und Monaten nicht gerade zu den interessantesten Märkten. Mit dem jüngsten Einbruch auf 1.156 Dollar steuert das Edelmetall nun zum wiederholten Mal einen wichtigen Support an. Geht es unter die 1.140/1.130er Marke, dürfte ein schneller 100-Dollar-Rutsch folgen.

Gold (daily):

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Die Goldminen fallen schon seit mehreren Wochen und notieren aktuell unter dem 2008er Tief. Der Abwärtstrend ist damit weiterhin intakt. Jetzt kommt es auf eine zügige Stabilisierung an. Kommt sie an dieser – schon ausgebombten – Stelle nicht, sieht es schlecht aus für die Goldbugs.

Arce Goldbugs Index (weekly):

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Know How 02: Der CoT Report – Schauen Sie auf die Commercials

11.37 Uhr

Der sogenannte CoT-Report (Commitment of Traders) wird jeden Freitag von der amerikanischen Terminmarktaufsicht CFTC veröffentlicht. Er zeigt die Long- und Short-Positionierung wichtiger Akteure am Futures-Markt und liefert damit wichtige Erkenntnisse für mittel- bis langfristig orientierte Trader. Dabei wird zwischen den folgenden drei Gruppen unterschieden:

1. Commercial Hedgers
Diese Marktteilnehmer gelten aufgrund ihrer detaillierten Marktkenntnis als „smart money“. Sie nehmen die entgegengesetzte Position der anderen Gruppen ein. Weil sie an extremen Marktpunkten die treibende Kraft darstellen, gilt es, die Hedger genau im Blick zu behalten.

2. Large Speculators
Diese Gruppe besteht in erster Linie aus großen Fonds, die mehrheitlich trendfolgend agieren und Positionen bei einer Trendfortsetzung akkumulieren. Bei Vorliegen einer extremen Positionierung sollte mit einer Trendumkehr gerechnet werden.

3. Small Speculators
Zu dieser Gruppe gehören Hedge Fonds und individuelle Trader. Auch sie agieren in der Regel trendfolgend – Trendumkehrbewegungen gehen daher häufig mit einer extremen Positionierung einher.

Für Analysezwecke ist die Gruppe der Hedger von zentraler Bedeutung. Hierbei gilt es, sowohl die absolute Höhe der Positionierung, als auch die relative Entwicklung zu betrachten. Im Gegensatz zu anderen Sentimentindikatoren ist dieser Indikator nicht als Kontraindikator zu verwenden:

  • Sind die Hedger extrem long positioniert, so ist dies ein bullishes Zeichen
  • Sind sie dagegen extrem short positioniert, ist dies bearish zu werten

Der nachfolgende Chart zeigt unter dem Kursverlauf des Währungspaars Euro/Dollar die Nettoanzahl der Kontrakte (Long- abzüglich Short-Kontrakte), die von den großen Hedgern (sog. Commercials) gehalten werden (blaue Linie). Wie man erkennen kann, zeigen wichtige Hoch- und Tiefpunkte bei der Positionierung der Commercials gute antizyklische Signale. Nach dem starken Kursverfall des Euro während der letzten Monate ist die Nettoposition bei über 200.000 Kontrakten long und damit ähnlich hoch wie Mitte 2012, als es zu einem wichtigen Tief beim Währungspaar kam. Im Gegensatz dazu sind die „Small Speculators“ (rot) derzeit massiv short und verhalten sich damit wie in der Vergangenheit auch genau umgekehrt wie das Smart Money.

Euro/Dolar (Commercial Hedgers vs. Small Speculators seit 2008):

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Als zweites Beispiel blicken wir auf den Goldpreis. Der aktuelle CoT-Report per Ende März 2015 (Commitment of Traders) zeigt, dass die Hedger (blau) einen Großteil ihrer Short-Positionen bei Gold geschlossen haben. Die „small speculators“ (rot) dagegen weiteten ihre Netto-Short-Position aus. Blickt man auf den Chart der letzten Monate und Jahre, erkennt man, dass solche Konstellationen ein gute Hinweise auf ein Tief gaben.

Gold (Commercial Hedgers vs. Small Speculators seit Juli 2013):

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Für mittel- bis langfristig orientierte Trader bietet die Kombination aus CoT-Report und technischen Tools (z.B. Trendanalyse, Divergenzen) eine wertvolle Navigationshilfe durch die volatilen Märkte.
Eine gute Quelle für Trader und Analysten ist die Website TimingCharts.com.