Was für ein schwacher Jahresstart!

00.40 Uhr

Nach den entspannten Feiertagen ist es an der Zeit, sich wieder den Charts zu widmen. Die nächsten Wochen und Monate könnten schließlich sehr interessant werden: Wie geht es weiter mit dem Öl-Crash, was passiert im Falle eines Grexits, wie gehts mit der Dollar-Rallye weiter und was ist von DAX und Dow zu erwarten?

In der Nacht von Sonntag auf Montag sorgte jedenfalls schon mal der Euro für Action: Das Intraday-Tief lag gegenüber dem Dollar bei 1,1865 – dort lag das Low des Jahres 2010!

Ich gehe nach wie vor davon aus, dass der Euro in der Spätphase der Abwärtsbewegung befindet. Gleichzeitig fehlt noch immer eine Bestätigung für einen Long-Einstieg! Zitat aus der Analyse vom 8. Dezember 2014: “Was noch fehlt ist (wie es bei den letzten Lows zu beobachten war) eine knackige Bullenkerze im Wochenchart.”
Solch eine Bullenkerze ist nach wie vor nicht zu sehen, von daher gilt: Abwarten und Tee trinken.

Euro/Dollar (weekly): Abwärtstrend intakt, aber in der Spätphase / Bullishe Wochenkerze als Startschuss für größere Erholung abwarten

Euro/Dollar Wochenchart
Euro/Dollar Wochenchart

Der Goldpreis – traditionell invers korreliert zum US-Dollar – zeigt sich weiterhin stabil. In Euro gelang sogar der Ausbruch über die runde 1.000er Marke. Ein Anstieg bis in den Bereich 1.080 Euro ist nun wahrscheinlich.

Gold in Euro (daily):

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Kommen wir nun zu den Aktienmärkten. Während der DAX zunächst ziemlich gelassen in die neue Handelswoche startete, ging es ab 14.30 Uhr massiv abwärts. Das Ergebnis: Ein Minus von 291 Punkten oder 3 Prozent!

DAX (daily): Abverkauf am Montag / Index notiert am SMA-Cluster / Range-Handel im Bereich 10.000 und 8.900 geht in die nächste Runde

DAX Tageschart
DAX Tageschart

Und nun der Blick über den Teich. Der S&P 500 fiel heute ebenfalls bis zum Handelsschluss massiv zurück und schloss bei 2.020 Punkten – dem Hoch vom September 2014. Verkauft wurden nahezu alle Sektoren, vor allem Öl- und Energiewerte traf es mal wieder hart. Auf der Gewinnerseite lagen Edelmetallaktien. Der TRIN lag bei 2,25 – es herrschte also eine kleine Verkaufspanik vor.

Per Saldo hat sich in den letzten Handelstagen erneut ein Fakeout inkl. negativer Divergenz beim RSI herauskristallisiert. Ein Schlusskurs unterhalb dieser Marke eröffnet Abwärtspotenzial bis zum nächsten Support bei 1.970.

S&P 500 (daily): Ungewöhnlich schwacher Jahresauftakt sorgt für Rücklauf ans Septemberhoch / Nächster Support 1.970

spx_050114_trade4life.de

 

Posted on: 6. Januar 2015, by : David Pieper