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DAX: Intraday-Fakeout nach unten + positive Divergenz. War`s das mit der Korrektur?

19.8.2016 / 16.45 Uhr

Vor dem Wochenende noch ein kurzes Update: Der DAX Future fiel heute bis auf 10.487,50 Punkte und erreichte damit die erste Kaufzone. Das Nachmittagstief unterbot das Low vom Vormittag – mit einer positiven Divergenz. Die Chancen, dass damit das Ende der Korrektur besiegelt ist, stehen gut. Bestätigt wird das Ganze, wenn nächste Woche die 10.630/10.650 nach oben verlassen wird. Bis zur 11.000er Marke sollte es dann aufwärts gehen.

Schönes WE

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Ist das Tief jetzt drin??

14.01.2016 / 13.25 Uhr

Der DAX Future durchbrach heute alle wichtigen Levels und fiel bis auf 9.612 Punkte.

Short-Versuche sind dennoch hochriskant, es sollte sich aus meiner Sicht um einen Fakeout nach unten handeln, genauso wie es gestern auf der Oberseite der Fall war.

DAX Future (60min):

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DAX: Weiterhin hohe Anspannung

12.01.2016 / 7.45 Uhr

Der DAX schloss gestern mit einem Abschlag von 0,25 Prozent bei 9.825 Punkten, das Tageshoch lag nur 22 Punkte von der 10.000er Marke entfernt, sodass eine hässliche Kerze im Tageschart übrig blieb. Die Bären dominieren bereits 7. Kerzen in Folge!

Vergleicht man die Situation mit dem September 2015, so ist weiterhin jederzeit mit einem Move nach oben zu rechnen, schließlich sehen wir bereits eine positive Divergenz beim RSI. Dass das beileibe kein Muss ist, sollte natürlich klar sein. Erst muss eine klare Bullenkerze her!

DAX (daily):

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Nachbörslich zog der DAX Future an und schloss bei 9.908 Punkten. Hier sieht man den klaren Versuch einer Bodenbildung. Der S&P Future hat in der Nacht rund 15 Punkte abgegeben, sodass aber mit einem schwachen Start beim DAX-Future zu rechnen ist.

FDAX (60min):

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Für heute gilt:

  • 9.780 und 9.820 “müssen” halten. Dann ist eine Bodenbildung möglich, die eine mehrtägige Erholung mit sich bringt
  • Widerstand 9.950/9.970
  • Widerstand 10.040
  • Widerstand 10.080 bis 10.120
  • Unter 9.770 ist mit einem Retest der 9.650 zu rechnen
  • Unter 9.650 heißt es “Crashtime” mit Ziel 9.550/9.500 oder sogar 9.300 (Spike)

 

Aus statistischer Sicht definieren die folgenden Marken die Extremgrenze für heute:

  • Obergrenze 10.170
  • Untergrenze 9.450

Good Trading!

 

Know How 05: Relative Strength Index (RSI) – Der Momentumoszillator mit Vorlaufqualitäten

RSI (Relative Strength Index) – der Momentumindikator schlechthin

Im vorliegenden Beitrag dreht sich um das Thema Momentum, also die Schwungkraft, die bei einem Kursverlauf gemessen und für Handelsentscheidungen zurate gezogen werden kann. Einer der ältesten und bekanntesten Oszillatoren überhaupt, der RSI (Relative Strength Index), ist der Klassiker unter den Momentum-Oszillatoren. Wie dieser berechnet wird, welche Signale er liefert und man ihn in der Trading-Praxis einsetzen kann, erfahren Sie hier.

Was ist Momentum?

Vor dem Einstieg in die Details zunächst ein kurzer Überblick zum Thema Momentum. Das Momentum beschreibt die Beschleunigung und Verlangsamung von (Kurs-)bewegungen. Am einfachsten lässt sich dieses Phänomen mit einem banalen Experiment aus dem Physikunterricht beschreiben:

Man werfe einen Apfel in die Höhe und beobachte dessen Geschwindigkeit im Zeitablauf

  • zunächst nimmt die Geschwindigkeit zu
  • anschließend – der Apfel steigt noch immer – nimmt die Geschwindigkeit ab, bis sie…
  • den Wert Null erreicht (auf dem Höhepunkt der Flugbahn)
  • anschließend beginnt das Spiel von vorne, nur in umgekehrter Richtung

Genau dieses Verhalten lässt sich auch auf des Kursverhalten am Finanzmarkt übertragen.

In laufenden Trendbewegungen macht das Momentum auf diese Weise Schwächen sichtbar, die auf mögliche Wendepunkte hinweisen. Eine wichtige Eigenschaft des Momentums ist also dessen Vorlaufcharakter. Es erreicht seinen Extremwert oft, noch bevor der Kurs des Basiswertes einen Extremwert erreicht hat.

An dieser Stelle stellt sich die Frage, wie man denn das Momentum eines Kursverlaufs messen kann. Ganz einfach:

Man vergleicht hierbei laufend den aktuellen Kurs mit dem Kurs vor X Perioden. Das 10-Tage-Momentum einer Aktie wird demnach durch Subtraktion des Schlusskurses vor zehn Tagen vom aktuellen Schlusskurs berechnet. Diese einfache Momentum-Berechnung weist jedoch zwei grundlegende Schwächen auf:

  • Starke Veränderungen bei dem analysierten Basiswert können bei der Berechnung zu irreführenden Bewegungen führen (selbst dann, wenn sich der aktuelle Kurs nur geringfügig verändert hat)
  • Desweiteren lassen sich verschiedene Basiswerte (z.B. bei einem Screening) aufgrund einer nicht konstanten Bandbreite nicht miteinander vergleichen

Um beide Schwächen zu eliminieren bedurfte es eines besseren Indikators.

Wie wird der RSI berechnet?

Und hier kommt der RSI (Relative Strength Index) ins Spiel. Er wurde im Jahr 1978 von Welles Wilder eingeführt und gehört in die Gruppe der Oszillatoren.

Die Berechnung erfolgt mittels folgender Formel:

RSI = 100 – ((100/(1+RS))

RS = (Durchschnitt der Schlusskurse von n Tagen mit steigenden Kursen/Durchschnitt der Schlusskurse von n Tagen mit fallenden Kursen)

Die Kalkulation des RSI macht deutlich, dass hierbei die Stärke der Aufwärts- im Vergleich zu den Abwärtstagen einer bestimmten Periodenlänge und gibt die Ergebnisse in einer Skala von 0 bis 100 wieder. Als Standardeinstellungen werden Periodenlängen von 14 verwendet, abweichende Werte sind je nach Trading-Stil und gewähltem Zeithorizont selbstverständlich möglich. Ich persönlich setze gerne den 8er RSI ein. Grundsätzlich gilt: Je kürzer die Periodeneinstellung, desto volatiler der RSI.

Welche Signale liefert der RSI?

Die Interpretation des RSI nach Wilder lautet wie folgt:

  • RSI> 70 signalisiert einen überkauften Zustand des Basiswerts
  • RSI< 30 signalisiert einen überverkauften Zustand des Basiswerts

Wichtig ist, dass ein Eintauchen in eine dieser beiden Zonen nicht automatisch zum Long- bzw. Short-Einstieg genutzt werden sollte! Wie wir alle wissen, kann ein Trend viel weiter laufen, als man sich zunächst vorstellen kann. Der RSI kann dann über einen längeren Zeitraum hinweg ober- bzw. unterhalb einer Extremzone verharren, ohne dass es beim Basiswert zu einer Umkehr kommt. Genau aus diesem Grund ist eine Kombination eines Trendfolgers (z.B. SMA oder MACD) mit einem Oszillator immer zu empfehlen.

Kurzum: Eine extreme RSI-Notierung ist ein erstes Warnsignal für einen potenziellen Trendwechsel, kein Signal an sich.

Die einfachste Handelsmöglichkeit, die diesen Umstand berücksichtigt, lautet daher:

  • Long: bei einem Fall des RSI unter die 30 und anschließendem Wiederanstieg über diese Extremzone
  • Short: bei einem Anstieg des RSI über die 70 und anschließendem Fall unter diese Extremzone

Die nebenstehende Grafik, die den DAX als Tages samt eines 8-Perioden-RSI darstellt, zeigt die Überkauftsignale (rot) und Überverkauftsignale des RSI.

dax_rsi

In größeren Zeitebenen – zum Beispiel bei Wochencharts – eignet sich der RSI wunderbar zur Erkennung von Dips/Pullbacks, die in Aufwärtstrends gute (Wieder)einstiegsgelegenheiten bieten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die 40er Marke im RSI bereits ausreicht, um Korrekturen zu identifizieren.

Die Visa-Aktie liefert hierfür ein sehr gutes Beispiel:

visa_rsi

Divergenzanalyse – mächtiges Tool zur frühzeitigen Erkennung einer Trendwende/Gegenbewegung

Neben der vorgestellten 70/30-Handelsregel liefert der RSI aber noch eine weitere Einsatzmöglichkeit – das Stichwort hierzu lautet “Divergenzanalyse”.

Hierbei wird der Verlauf des Basiswerts mit dem Verlauf des Indikators verglichen. Beide sollten sich im Regelfall im Kursverlauf bestätigen. Liegt eine Abweichung vor, ist Vorsicht angesagt. Eine positive Divergenz beim RSI ergibt sich dann, wenn der Kurs des Basiswerts neue Tiefpunkte generiert, während der RSI diese nicht mehr bestätigt. Umgekehrt handelt es sich um eine negative Divergenz, wenn neue Hochpunkte beim Basiswert nicht mehr von einem steigenden RSI bestätigt werden.

Blicken wir nochmal auf den eingangs gezeigten DAX-Chart, dieses Mal aber nur auf die Divergenzen.

dax_know how_divergenzen rsi

Fairerweise muss man zugestehen, dass das Erkennen der Divergenzen in der Praxis nicht immer so einfach ist, wie es im Nachhinein erscheint – aber das gilt für Trendlinien und Kursmuster ohnehin. So weiß man in Echtzeit nie genau, wie lange es dauert, bis die Divergenz im Indikator sich im Basiswert „entlädt“. Aus diesem Grund ist eine Kombination des RSI mit anderen Techniken sinnvoll, die Qualität der Ein- und Ausstiegssignale zu erhöhen, z.B.

  • die Suche nach Unterstützungs-/Widerstandsniveaus, bei denen RSI-Extremwerte erreicht werden oder Divergenzen
  • das Abwarten von Bestätigungen (Bruch des Vortageshochs oder -tiefs) vor einem Einstieg
  • die Filterung der Signale mit einem vorgeschalteten Trendfilter (d.h. Long-Signale des RSI nur in Uptrends, Short-Signale nur in Downtrends berücksichtigen)

Darüber hinaus hat ein gutes Risiko- und Money-Management, das Verluste im Falle von Fehlsignalen minimiert, ohnehin oberste Priorität.

Ein unverzichtbares Tool für mich

Der RSI ist ein Klassiker unter den Oszillatoren und zeigt an, ob ein Basiswert überverkauft oder überkauft ist. Der Einsatz der Divergenzanalyse, die sowohl im Kurzfrist- als auch Langfristchart funktioniert, ist aus meiner Sicht sogar noch eine bessere Einsatzmöglichkeit des RSI. Sie bietet nämlich – im Gegensatz zu den Trendfolgeindikatoren, die erst verspätet Signale liefern – relativ früh Signale für potenzielle Trendwenden.

Der altbewährte RSI gilt damit zu Recht als guter Allrounder, den ich in meinen Charts nicht missen möchte.

 

Gap+Divergenz=Gegenmove

12.10.201 / 16.35 Uhr

Ein seit Tagen genanntes Erholungsziel beim DAX ist die 10.180er Zone. Kaum war diese heute früh erreicht (High bei 10.1879), ging es auch schon wieder um mehr als 100 Punkte abwärts. Warum? Nebem dem Widerstand (offenes Gap vom 18. September 2015) lag gleichzeitig eine negative Divergenz vor (seihe RSI unterhalb des Charts), d.h. das neue High wurde vom Oszillator nicht bestätigt.

Ein guter Beleg dafür, weshalb man auch als kurzfristiger Daytrader die übergeordneten Zeitebenen im Blick behalten sollte.

DAX (60min):

dax121015a

Bund Future: Hammer+Fibo+Divergenz=Erholungspotenzial

14.31 Uhr

Der Bund Future markierte gestern ein Tagestief am 38er Fibonacci-Retracement, es wurde zudem eine Fast-Hammer-Candle ausgebildet. Dazu kommt eine positive Divergenz im RSI, da das jüngste Tief im Chart von einem höheren Tief im Oszillator begleitet wurde. Die Bullen lassen sich an so einer Stelle nicht lange bitten und hieven den Bund heute um aktuell 90 Ticks nach oben.

Solange das gestrige Low nicht unterschritten wird, ist mit einer Erholung zu rechnen – vor allem bei einem Bruch der 151,35er Zone.

Bund Future (daily):

bund110615

US-Transportsektor zeigt Divergenz zum “normalen” Dow. Was sagt uns das?

16.47 Uhr

Ein gesunder Bullenmarkt ist dann gegeben, wenn möglichst viele Sektoren mitziehen, sprich: auf neue Highs steigen. Der Transportindex bildet (wie der ebenfalls frühzyklische Halbleitersektor) hierbei neben den “normalen” Indizes wie Dow Jones oder S&P 500 ein tragendes Element bei der Gesamtmarktanalyse. Schließlich müssen Waren vor dem Verkauf zunächst transportiert werden. Und wenn das der Fall ist, sollten Aktien, die im Transportwesen tätig sind, auch positiv reagieren. Wie bereits mehrfach an dieser Stelle aufgezeigt, tut sich der US-Transportsektor aber genau damit schwer: Während der “normale” Dow auf einem Allzeithoch notiert, dümpeln Transportwerte nahe des 6-Monats-Tiefs herum.

Dow Jones Industrieindex vs. Transportindex:

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Was diese Divergenz zu bedeuten hat? Nautilus Investment Research ist genau dieser Frage nachgegangen. Das Ergebnis ist auf der folgenden Grafik zu sehen.

Konkret wurden hierbei Zeitpunkte in der Vergangenheit gesucht, an denen der Transport auf einem 6-Monats-Tief, während der S&P 500 im oberen Bereich seiner 6-Monats-Range notierte. Wie man sieht war das im Jahr 1928, 1973 und 2000 der Fall – und aktuell.

 

dow_transports_divergenz_nautilus

Quelle: Nautilus Investment Research

Aufgrund der sehr kleinen Stichprobe lässt sich die Signifikanz der Statistik nicht beurteilen – interessant (und weiter beobachtenswert) ist dieses Phänomen aber auf alle Fälle.

FDAX: Doppeltief drin?

 

 

 

18:55 Uhr

Endlich bin ich wieder am PC! Kaum bin ich mal einen Tag weg vom Schirm, geht auch schon die Post ab – dabei hasse ich Handwerkerarbeiten wie die Pest..

Der FDAX fiel heute nach einer Downgap-Eröffnung bis 7.076 Punkte zurück und absolvierte damit den Re-Test des jüngsten Lows bei 7.060. Positiv zu werten ist jedoch die massive Bullenreaktion von diesem Niveau aus, die den Future schnell wieder um an die 7.188er Marke katapultieren ließ. Das Gap wurde damit sauber geschlossen.

Das Szenario einer Erholung bis 7.300 ist damit weiter intakt, vor allem wenn endlich die 7.190/7.200er herausgenommen wird. Im Stundenchart ist eine klare positive Divergenz beim MACD zu sehen, was ebenfalls für einen weiteren Anstieg spricht!

 

FDAX (10min):

FDAX (60min) mit Ichimoku-Wolke:

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