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DAX Future Update 9.2.2018: Zweites Standbein = Boden?

13.47 Uhr

Die laufende Woche brachte eine extreme Vola mit sich – insbesondere an den US-Märkten. Die Frage, ob die Panik erneut ein „Buy The Dip“-Pattern oder doch eher der Beginn einer größeren Abwärtsbewegung sein könnte, treibt alle um.

Schauen wir uns die aktuelle Lage an: Sowohl der DAX als auch der S&P 500 (rechts jeweils der Tageschart) haben nach einer kleinen Erholung (Turnaround Tuesday) bis an wichtige Fibo-Retracements anschließend frische Tiefs generiert. Wer auf einen V-Boden gesetzt hat, wird sicherlich enttäuscht sein.

Wer dagegen auf ein zweites Standbein gewartet hat, könnte nun eine Chance erhalten: Der DAX Future hat soeben das Tief vom Dienstags-Open unterschritten, dieses jetzt aber gleich wieder zurückerobert. Ein erstes Zeichen also, dass die Käufer hier mit Kraft dagegen halten. Gelingt heute der Close oberhalb des Dienstagstiefs, wäre nächste Woche eine signifikante Erholung bis 13.320 – 12.650 – 12.850 drin.

Entscheidend wird sein, wie der US-Markt heute Abend schließt.

Chart erstellt mit Tradesignal, www.tradesignal.com; Daten von Thomson Reuters Eikon

 

Bitcoin-Selloff erreicht nächsten Meilenstein – November 2017-High wird getestet!

13.23 Uhr

Der Kurs der Kryptowährung Bitcoin befindet sich seit Dezember im Abwärtstrend. Aktuell fiel der BTC in USD unter die 8.000er Marke und erreicht damit den tiefsten Stand seit November 2017. Vom Top gerechnet ist der Kurs damit um bereits 60 Prozent gefallen.

Wie gehts weiter? Hält das Muster der bisherigen Pullbacks, sollte diese Zone wieder vermehrt Käufer auf den Plan rufen. Die untere Begrenzung des Trendkanals seit Sommer 2017 liegt ebenfalls auf dem gleichen Level. Hier sollte man also auf einer kleineren Zeitebene (H1 z.B.) auf Reversalsignale nach oben achten. Bleiben diese aus, ist mittelfristig mit einem Rückfall bis ca. 6.600 und später 5.500/4.800 USD zu rechnen.

BTC in USD (links) und BTC in EUR (rechts):

Chart erstellt mit Tradesignal, www.tradesignal.com; Daten von Thomson Reuters Eikon

Wie heftig der Bärenmarkt ausfallen kann, zeigt der Marktverlauf im Jahr 2013/2014. Hier ging es von etwa 1.130 auf 150 USD nach unten.

BTC in USD:

Chart erstellt mit Tradesignal, www.tradesignal.com; Daten von Thomson Reuters Eikon

Happy Birthday, Crash von 1987!

19.10.2017

Am heutigen Tag – exakt vor 30 Jahren – erlebte der Dow Jones seinen heftigsten Einbruch. Den größten Einbruch überhaupt. Sage und schreibe 22,6 Prozent ging es nach unten! Nicht im Monat Oktober, nicht in der Handelswoche, an einem Tag…

Hier das Ganze in visueller Form:

Damit man das Geschehen einordnen kann, habe ich nachfolgend eine Übersicht erstellt, die alle Tagesverluste der letzten 120 Jahre darstellt:

Chart erstellt mit Tradesignal, www.tradesignal.com; Daten von Thomson Reuters Eikon

Wer dieses einmalige Ereignis nocheinmal Revue passieren lassen möchte, dem sei folgender Beitrag ans Herz gelegt: Dana Lyons erzählt in „Personal Recollections of the Crash of 1987“ über interessante Details rund um diesen historischen Crash.

Happy Birthday!

The Day after – Wie gehts weiter nach dem Brexit-Crash?

27.6.16 / 7.59 Uhr

Der überraschende Austritt Großbritanniens aus der EU sorgte für extreme Verwerfungen an den Kapitalmärkten. Bis auf Gold und den Bund war alles tiefrot – allen voran europäische Banken, die zweitstellig abgaben. Besonders hart traf es den italienischen und spanischen Markt, hier kam es am vergangenen Freitag zum größten Einbruch seit 1987!

Die wichtigsten Märkte hier in der Übersicht als Tageschart:

brexit_chartübersicht 24 06 2016

Hier die Situation in Italien und Spanien:

italienspanien_brexit

Für den US-Markt, der auch im Vorfeld kaum auf das Thema BREXIT reagierte, war der vergangene Freitag (-3,6%) im Vergleich zu anderen Einbrüchen ein eher milder Crash.

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Wert tiefer in die Charts eintauchen möchte, dem empfehle ich folgende Übersicht: BREXIT-Chart-Overview.

Kommen wir nun zum DAX. Nach dem Mega-Downgap (Tief lag bei 9.152,50) kam es zu einer dynamischen Erholung, die fast 600 Punkte umfasste. Das Volumenpeak bildete mit der Widerstandszone erwartungsgemäß eine hart zu nehmende Mauer. Heute früh notiert der Future bei 9.490 Punkten. Wie es weitergeht, können wir an dieser Stelle nicht sagen, zu groß ist die Nervosität und der am Freitag angerichtete Schaden an vielen Märkten.

Im Grunde genommen sind zwei Dinge interessant:

  • Hält die 9.400er Zone, ist die Chance auf eine weitere Erholung noch gegeben
    • Zielzonen: 9.700/9.740 und 9.880 (9.950 –> Volumenpeak)
  • Kommen die Bären wieder ins Spiel, könnte ein Re-Test des Paniklows anstehen
    • Dort könnte es eine Long Chance geben, falls die 9.150/9.200 hält

Am wichtigsten ist aber: Wer nicht handeln muss, handelt nicht. Das Börsenjahr ist noch lang und es werden auch wieder „normalere“ Zeiten kommen. Warum unbedingt auf Glatteis mit abgefahrenen Sommerreifen fahren?

DAX Future (30min):

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Hier noch der Tageschart für den Kassa-DAX.

DAX (daily):

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Will diese Bankaktie uns etwas sagen?!

08.02.2016 / 22.06 Uhr

Die Aktie der Deutschen Bank notiert nach dem Einbruch der letzten Wochen nunmehr unterhalb des „Lehman-Tiefs“ aus dem Jahr 2008/2009, als die Finanzwelt vor dem Abgrund stand. Heute fiel der DAX-Wert um fast 10 Prozent auf 13,82.

Will der Bankensektor uns damit etwas sagen? Wird Mr. Soros recht behalten mit seinem Crash-Call für 2016?

Deutsche Bank (monthly):

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VW-Aktie im Crash-Modus!

21.9.2015 / 10.00 Uhr

Was für ein Gap heute bei VW. Die Aktie notiert aktuell 15 Prozent im Minus und damit auf dem 2013er Tief. Seit dem Hoch im März des laufenden Jahres hat sich der Wert damit fast halbiert. Selbst wenn es zu Erholungsversuchen kommen sollte in den nächsten Tagen – mit diesem Move wurde sehr viel Porzellan (und Vertrauen) zerschlagen!

Volkswagen (daily):

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Und hier das große Bild als Wochenchart:

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Nachtrag nach Börsenschluss

VW Intraday-Chart (5min): Tagestief bei 125,40!

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Crash-Monday = Turnaround Tuesday?

18.38 Uhr

Ein langer, anstrengender, aber ertragreicher Handelstag geht zu Ende. Was für ein Monstermove!

Wie erwartet begann der DAX klar unter der 10.000er Marke, es folgte ein Stabilisierungsversuch zwischen ca. 9.750 und 9.950 am Vormittag. Gegen 13.20 Uhr dann der Breakdown und der Beginn der eigentlichen Panik. Das Tagestief im DAX wurde bei 9.338 (!) markiert!

Ziemlich genau am 76,4er Fibonacci-Retracement begann kurz nach US-Eröffnung ein brachialer Upmove bis fast 9.800. Endlich mal Kaufdruck oder zumindest ein Short Squeeze. Der Schlusskurs lag im Kassa-DAX letztendlich bei 9.648 Punkten.

DAX (daily):

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Wie extrem die Angst im Vergleich zur jüngsten Vergangenheit ausfiel, zeigt der nachfolgende Chart. Dargestellt ist der S&P 500 und der VIX, der Volatilitätsindex. Je höher der VIX, desto größer die implizite Vola, desto höher also die Angst. Heute wurden zeitweise Werte von 53 erreicht, ein Angst-Level, das das Ende der Einbrüche im Jahr 2010 und 2011 markierte. Alles in Butter also und auf zu neuen Highs? Ganz so einfach ist es nicht, schließlich lag der Markt damals zeitlich als auch preislich auf einem anderen Level. Während der Lehman-Pleite waren Werte nahe 90 zu sehen.

VIX vs. S&P 500 (daily):

 

vix240815

Der Bounce, der kommen sollte, ist in vollem Gange. Der ES Future notiert bereits mehr als 100 Punkte über seinem Tagestief. Mein Kauflimit wurde jedenfalls fast am Tief ausgeführt. Die Idee dahinter war alles andere als kompliziert: Dort lag das Low vom Oktober 2014.

 

spx long_240815

Zurück zum DAX: Zum aktuellen Zeitpunkt notiert der DAX-Future bei ca. 9.900 Punkten, die Kursverluste sind also mehr als reingeholt. Ein Reversal ist da. Wenn die US-Märkte bis 22 Uhr und vor allem overnight nicht erneut einbrechen, steht dem Bounce am morgigen Turnaround Tuesday nichts im Wege.

Die folgenden Levels wären bei Überwindung des heutigen Hochs (9.935) mögliche Erholungsziele:

  • 10.000 bzw. 10.090
  • 10.124
  • 10.228

Weiter wollen wir erst nicht denken, aber wie immer gilt: Man muss stets flexibel bleiben. Erst recht, wenn Tagesbewegungen wie heute schnell mal 600 Punkte umfassen können. Hand aufs Herz: Wer hätte vor paar Tagen an die 9.300 gedacht? Und wer kann sich jetzt vorstellen, dass der Markt jemals wieder steigt? Genau diese Emotionen, Ängste, Hoffnungen und Meinungen sind es, die das Trading so schwer machen.

..und was wäre, wenn das Montagstief bei 9.338 in den nächsten Tagen fallen sollte? Dann wartet die 9.130 +-50 Punkte. Hält der Markt auch hier nicht, dann sehen wir die 8.350.

Intraday Update gibt es auf meinem Guidants-Desktop.

Good Trading!

DAX: Heftigster Wocheneinbruch seit 2011! Ende des Bullenmarktes oder „nur“ Korrektur?

20.48 Uhr

Die letzte Woche brachte massive Verluste an den internationalen Aktienmärkten, es herrscht eine gewisse Panik-Stimmung. Als erste Geige weltweit schauen wir zunächst auf den S&P 500, der sich bis zuletzt stabil in seiner Range halten konnte. Diese wurde nun mit einem lauten Knall gerissen. Am Freitag schloss der SPX bei 1.970 Punkten, er notiert damit am Dezember 2014-Tief.

S&P 500 (daily):

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Ein Bounce ist in der neuen Woche jederzeit drin, wenn man bedenkt, dass am Freitag eine hohe Put-Call-Ratio und ein TRIN von fast 3 erreicht wurden. Die 1.800er Marke wirkt de facto wie ein Magnet, wenn man sich den Chart anschaut.

TRIN (daily):

trin230815

Analysieren wir nun den DAX:

  • negatives Sentiment wegen China-Crash
  • Supportbündel EMA/SMA 200 bei 10.900/11.000 wurde am 19. August mit einem Downgap nach unten gebrochen
  • Anschließend fiel auch das Juli-Low – ohne jegliche Gegenwehr
  • Am vergangenen Freitag setzte sich der Abverkauf fort – Zwischenerholungen werden zu Verkäufen genutzt

Aus charttechnischer Sicht ergeben sich folgende Untersützungsmarken:

  • 10.000 (psychologische Marke, außerdem 100%-Projektion des letzten Downswings)
  • 9.895 (61er Fibonacci der Wahnsinnsrallye vom Oktober 2014 bis April 2015)
  • 9.640/9.520 –> wichtiges Fibonacci-Projektions-Cluster

Am Freitagabend erreichte der DAX-Future den vierstelligen Bereich, laut Lang und Schwarz wird der DAX aktuell auf 10.080 taxiert. Wie genau wir am morgigen Montag eröffnen, weiß aber kein Mensch. Ich könnte mir eine Fortsetzung der Verkaufspanik sehr gut vorstellen. Es muss schließlich eine Kapitulation zu sehen sein, bevor ein ernst zu nehmender Bounce beginnen kann. Der Dienstag, 25. August 2015, wäre hierfür ein guter Termin.

Eines ist aber schon jetzt klar: Alles unterhalb 10.650 ist nur ein Bounce, nicht mehr!

DAX (daily):

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Um die in der Überschrift gestellte Frage nach einem möglichen Ende des gesamten Bullenmarktes beantworten zu können, müssen wir auf das große Bild schauen. Hier der Wochenchart des DAX.

DAX (weekly):

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Auch wenn die Kursverluste der letzten Tage extrem waren – im großen Bild sehen wir BISHER nur eine Korrektur in Form eines Pullbacks an die Ausbruchslinie bei 10.000/10.100, die im Januar geknackt wurde.

In normalen Bullenmärkten ist bei einem derart tiefen RSI die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Markt wieder nach oben dreht (siehe Markierungen 1-4 im RSI-Chart). Wie man erkennen kann, gibt es aber auch häufig Fälle, in denen die Kurse – und damit der RSI – noch weiter nach unten rauschen. Aus diesem Grund empfiehlt sich das Abwarten einer Stabilisierungs-/Umkehrkerze! Der die Hammer-Formation im Oktober 2014 ist ein perfektes Beispiel dafür. Langfristige Long-Positionen sollten generell nur dann im Depot sein, wenn der Markt oberhalb seiner (steigenden) 200-Tage-Linie notiert.

Mittelfristig gilt: Gelingt keine Stabilisierung im Bereich 10.000 bzw. 9.500/9.600, wartet die 9.000er Zone als nächstes Ziel, danach die alte 8.200er-Zone. Das ist die ultimative Supportzone für das laaaangristige Bild. Unter 8.200 ist ein Mega-Crash zu erwarten. Ein Crash, bei dem die Notenbanken zum ersten Mal keine Munition mehr haben werden.

Auf eine erfolgreiche Woche!

 

Mini-Crash im DAX, USA im freien Fall. Hier kommen alle Fakten!

22.49 Uhr

Der DAX verlor heute 250 Punkte und schloss bei 10.432. Nachbörslich ging es im Gleichklang mit den schwachen US-Indizes, die bis zur letzten Minute unter Druck standen, weiter gen Süden.

US-Indizes (daily):

  • Dow mit neuem Low
  • Nasdaq100 mit SMA200-Kiss
  • S&P 500 mit neuem Low und SMA 200 klar gerisen

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Verkauft wurde alles, wirklich fast alles!

Heatmap S&P 500:

heatmap200815

Der TRIN zeigte für den heutigen Donnerstag allerdings noch keine richtige Panik an (Werte über 2 oder 3).

TRIN (daily):

trin_200815

Auch der VIX hat noch Luft nach oben – sprich: es gibt noch genügend Downside-Potenzial für den S&P 500.

VIX (daily):

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Der DAX-Future beendete den blutroten Tag bei 10.308 Punkten, was für eine erneute Eröffnung mit einem Down-Gap morgen spricht… Wo liegen potenzielle Supports oder wichtige Pullbackzonen im großen, übergeordneten Bild?

Im DAX haben wir das 50-Prozent-Retracement (10.372 Punkte) erreicht bzw. dieses dürfte morgen gleich zu Beginn unterschritten werden. Der nächste Support, das 61,8er Fibonacci-Retracement wartet erst bei 9.896 Punkten, auch die 10.000er Marke dürfte interessant sein (Psycho-Marke). Der Schlusskurs des Jahres 2014 lag übrigens bei 9.805 – dort wären also alle Gewinne des laufenden Jahres eliminiert.

Der Blick auf den RSI im Weekly-Chart zeigt, dass der Selloff schon weit vorangeschritten ist. In extremen Angstphasen werden solche „Supports“ aber oft wie nichts preisgegeben. Also nicht zu früh gegen die heran rollende Dampfwalze stellen!

DAX (weekly):

weekly_200815

PS Ganz heimlich hat sich ein anderer Markt über eine wichtige Marke zurückgekämpft – Gold! Der Rebreak über den alten Support 1.140 ist sehr bullish zu werten und verspricht weitere 100 USD Upside, wenn die Marke nicht mehr unterboten wird.

Ein Update gibt es morgen früh,

Gute Nacht 🙂

DAX-Crash am Montag?!

21.15 Uhr

Die Entscheidung in Sachen Griechenland ist gefallen und sie hat heftige Konsequenzen: Bank Runs sind im vollem Gange, Banken werden die kommende Woche nicht öffnen, Kapitalkontrollen eingeführt. Die Politiker versuchen zu beruhigen, alles sei unter Kontrolle und niemand solle sich um seine Einlagen Sorgen machen. Es wird nichts bringen. Wie zu hören ist, ist bei einigen Brokern kein Handel mit EURUSD möglich, nur geöffnete Positionen lassen sich schließen (mehr dazu hier). Die Handelsabteilungen der Banken dürften ihre Mitarbeiter wohl heute schon ins Büro schicken. Kurzum: Es riecht nach einem Crash.

Die Frage, die wohl alle interessieren dürfte: Welche Auswirkungen wird all das auf den DAX-Handel am Montag haben? Wissen können wir es nicht, aber ein Minus von 400-500 Punkten zur Eröffnung kann ich mir sehr gut vorstellen.

Gemäß der Lang&Schwarz Indikation könnte der DAX bei 11.000 bis 11.100 Punkten eröffnen.

dax_ls indikation 28 06 15Wie bereits an dieser Stelle angemerkt, kann es jederzeit zu HEFTIGSTEN Bewegungen kommen, die niemand prognostizieren kann. Daher gilt: einfach raushalten aus dem Chaos! Kapitalerhalt hat Priorität!

 

 

Martin Armstrong – The Forecaster

Wem der Name Martin Armstrong nicht geläufig sein sollte, der sollte diese Lücke mit Googles Hilfe schließen. Warum?
Weil er eine geniale, vielleicht verrückte, in jedem Fall eine sehr interessante Persönlichkeit ist – zumindest für alle, die sich
mit den Märkten, ihren Zyklen und der Datenanalyse beschäftigen. Berühmtheit erlangte Armstrong mit zahlreichen exakten Prognosen.
Wie macht er das?

Nachfolgend ein Ausschnitt aus einem aktuellen Wirtschaftwoche-Interview, in dem er sein Computermodell beschreibt:

„Die entscheidende Frage ist: Welche Daten gibst du ein? Die meisten Firmen haben keine ausreichende Datenbasis –
die reicht vielleicht bis 1971. Wir haben zunächst die Währungsordnung der Weltgeschichte, so weit es geht,
auf der Grundlage des Münzwesens rekonstruiert. Dann fügten wir andere Daten hinzu – zum Beispiel Wetterzyklen,
denn Mitte des 19. Jahrhunderts machte sogar in entwickelten Staaten die Landwirtschaft 70 Prozent der Volkswirtschaft aus.
Später nahmen wir auch die Daten für die Entwicklung der Eisenbahn auf, dann für die Industrieproduktion und als Nächstes
für die High-Tech-Entwicklungen. Du kannst dich nicht einfach auf verschiedene Sektoren konzentrieren, sondern brauchst
ein Programm, das alles kombiniert auswertet. Wir haben dafür alle erdenklichen Datenbanken genutzt, ob von der Organisation
für technologische Zusammenarbeit und Entwicklung oder dem IWF. Wir hatten Teams, die das britische Zeitungsarchiv in London
auf ausländische Wechselkurse hin auswerteten – allein unsere Datenbank zu diesem Thema ist beispiellos. Und das alles wird
von meinem Programm analysiert. Wobei ich ihm nicht vorgegeben habe, wie es das tut, sondern dass es einfach nur analysiert.
Über die Ergebnisse bin ich selbst immer wieder erstaunt.“

Quelle: WiWo (Link zum Artikel „Der nächste Crash kommt am 17. Oktober 2015“)

Grund genug, sich auf diesen Film zu freuen 😉

Historischer Tag – Schweizer Notenbank löst Chaos aus. Hier alle Fakten!

18.34 Uhr

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat aus heiterem Himmel den seit September 2011 geltenden Mindestkurs für den Franken aufgehoben. Dieser lag bei je Euro bei 1,20 Franken. Wie man auf den nachfolgenden Chart erkennt, haben die Milliarden, die die SNB eingesetzt hat, in den letzten Jahren ihre Wirkung nicht verfehlt. Damit war heute endgültig Schluss.

Von 10.30 Uhr bis 10.47 crashte der Euro von 1,20 auf sage und schreibe 0,8289 Schweizer Franken. Wenige Minuten später ging es wieder hoch auf Parität. Dieser Chart ist definitiv etwas für die Geschichtsbücher.

EUR/CHF (1min): Euro mit 31% Kursverlust binnen weniger Minuten

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Hier der Blick auf den Wochenchart seit 2011. Unglaublich!

EUR/CHF (weekly):

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Der abrupte Richtungsschwenk, der viel Vertrauen in die gute alte Schweizer Institution zerstört hat, hat auch am Aktienmarkt heftige Turbulenzen ausgelöst. Ich saß live vor meinem Schirm und konnte nicht glauben, was da vor sich geht. Erinnerungen an den Flash Crash kamen sofort wieder hoch.

Hier die Fakten:

Der SMI brach in der Spitze um fast 14 Prozent ein und rutschte zeitweise unter 8.000 Punkte. Mit 1.345 Punkten Handelsspanne markiert der heutige Tag einen historischen Rekord!

SMI (daily): 1.345 Punkte Tagesschwankung – an einem Tag, nicht im Gesamtjahr!

smi_150115Der DAX ging zurück und lag zwischenzeitlich 1,8 Prozent im Minus und markierte bei 9.637 Punkten ein Tagestief, bevor eine Beruhigung einsetzte. Zum Handelsschluss hat es noch gereicht, die 10.000er Marke zu knacken. Der Schock war also schnell verdaut 😉

DAX (daily): 425 Punkte Tagesspanne – höchster Wert seit Sommer 2011!

dax150115Was sagt uns das alles? Es brodelt unter der Oberfläche – hier der extreme Ölpreisverfall, der Rubel-Crash, jetzt die extreme CHF-Bewegung. Die Volatilitäten steigen jedenfalls kräftig an – das Jahr 2015 dürfte einiges an Überraschungen mit sich bringen…

Good Trading!

Nachtrag: Für die Kunden, aber auch einige Broker war der heutige Crash mit hohen Verlusten verbunden, anbei ein Bloomberg-Artikel.

Heftige Woche! Kommt jetzt der Crash?

11.45 Uhr

Die vergangene Woche verlief extrem bearish und das Abwarten an der entscheidenden Support-Zone im DAX hat sich ausgezahlt. Vom Hoch hat der DAX bereits 12% abgegeben, der S&P 500-Verlust beläuft sich bisher auf überschaubare 5,2%.

Aktienindizes seit März 2009:

aktienmärkte vom top_12 10 2014Quelle: DShort.com

Hier die Übersicht des DAX. Anders als in den letzten Monaten wurde im Bereich 8.900 dieses Mal KEINE bullishe Kerze generiert. Damit ist die Unterstützung hinfällig, es sei denn die Bullen sorgen in der kommenden Woche für ein sofortige Rückkehr in die Seitwärtszone und hieven den DAX per Close wieder über die 9.160er Marke. Aber auch nur dann!

DAX (daily):

dax_12 10 2014_trade4life.deDas zerschlagene Porzellan zwingt jeden Trader dazu, sich das große Bild vor Augen zu halten: Wie weit könnte es jetzt gen Süden gehen, wo liegen Supports usw.?

Hier der Monatschart des DAX inkl. RSI und dem VDAX. Was lässt sich daraus ableiten?

1. Negativ zu werten ist das Pattern im RSI, der (auch wenn die Monatskerze noch nicht abgeschlossen ist) bereits die Tiefs aus dem Vorjahr klar unterschritten hat und damit ein ähnliches Bild wie 2007 abgibt.

2. Ebenfalls negativ ist das Verhalten des Volatilitätsindex VDAX. Hier sind wir bei einem Niveau von knapp 20 noch lange nicht in einer Panikphase – es besteht also jede Menge Luft nach oben. Die Ruhephase der letzten 1-2 Jahre dürfte aber vorbei sein, sobald die 23 überschritten wird.

3. Aus Sicht der klassischen Charttechnik ist ein Rückgang bis an die ehemaligen Hochs bei 8.200 realistisch, fast schon Pflicht. Ein solcher Move wäre lediglich ein Pullback im großem Bild.

4. Ein weiteres, extrem wichtiges Supportlevel befindet sich bei 7.600. Dort liegen zum einen das 38er Fibonacci-Retracement des gesamten Bullenmarktes seit  2009 sowie das Hoch vom Mai 2011 und der Uptrend seit 2009. Absolute Key Zone also!

5. Über die Bärenszenarien wollen wir an dieser Stelle noch nicht reden, im Chart sind diese aber schon mal eingezeichnet. Aktiviert werden diese, wenn der DAX nachhaltig unter die 7.600er Zone fallen sollte.

DAX (monthly):

dax_monthly_12 10 2014_trade4life.deAlles in allem gilt es, die Lage objektiv und sauber zu analysieren und nach einem Plan zu handeln. Eine klare Strategie und diszipliniertes Risiko- und Moneymanagement sind das A und O!

Schönen Sonntag 🙂

 

 

Happy Birthday, lieber 87`er Crash…

 

 

23:37 Uhr

Der 19. Oktober 1987 steht für den heftigsten Crash in der Geschichte des US-Aktienmarktes: Der Dow fiel an jenem Montag mehr als 20 Prozent. An einem Tag versteht sich! Fast hätte ich diesen wichtigen Geburtstag – 25 Jahre ist dieses Ereignis nun her – verpasst. Hier das Video vom Black Monday…
[youtube http://www.youtube.com/watch?v=4pjSlIkNxXg]

Dieser Beitrag spiegelt lediglich die Meinung des Autors wider. Er stellt in keiner Weise eine Anlageberatung oder Handelsaufforderung dar. Eine Haftung für Aktivitäten, die aus diesem Beitrag abgeleitet werden, wird in keinem Fall übernommen!