Chart Labor

Chart Labor: Wie verhält sich der Dow Jones nach Überwindung runder Preismarken?

30.1.2017 / 20.00 Uhr

Investoren warten sehnsüchtig darauf, die Journalisten berichten auf allen Kanälen darüber, die Geschichtsbücher freuen sich über einen weiteren Meilenstein: Immer dann, wenn allseits bekannte “Indizes” wie der Dow Jones Industrial Average runde Marken brechen, ist die Aufregung groß, wenngleich meist ohne Grund.

Interessant ist die Frage, wie es denn nach dem Ausbruch über solch eine psychologisch “wichtige” Marke weiter geht. Das renommierte US-Research-Haus hat hierzu eine interessante Auswertung erstellt: Dargestellt ist für alle signifikanten runden Kursmarken die für den Ausbruch benötigte Zeitdauer (von einem Level zum nächsten) sowie die prozentuale Performance 1, 3, 6, 9 und 12 Monate später.

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Quelle: Ned Davis Research Group (Twitter Kanal)

Übrigens: Der korrekte Dow Jones Industrial Average steht längst bei 30.000 Punkten: Dow 20,000? It’s 30,000, Actually!

Chart Labor: Weihnachtsrallye im Backtest seit 1975

11.12.2016 / 15.13 Uhr

Weihnachten steht vor der Türe. Was wäre da passender als ein kleiner Backtest, der die vielbeschworene “Christmas Rallye” seit 1975 unter die Lupe nimmt?

Schauen wir uns zunächst die Regeln an:

  • Einstieg 4 Tage vor dem 24. Dezember eines Jahres (zum Handelsschluss)
  • Ausstieg 10 Tage später (zum Handelsschluss)
  • Pro Long-Signal werden 100.000 USD investiert
  • Test mit S&P 500 Kassaindex
  • Zeitraum: ab 1975
  • keine Berücksichtigung von Kosten und Slippage

Hier das Ergebnis in Zahlen:

  • Trefferquote: 75,6%
  • Durchschnittliches Tradeergebnis: +1.582 USD
  • Gesamtergebnis: +64.882 USD
  • Maximaler Intraday Drawdown: -6.927 USD

Und hier Kapitalkurve:

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Eine Robustheitscheck zeigt, dass im betrachteten Zeitraum (ab 1975) ein Einstieg 4 bis 8 Tage vor Heiligabend und eine Haltedauer von 10 und 14 Tagen die höchsten Gewinne generiert hätte.

Weitere Artikel zum Thema Saisonalität:

Chart Labor: Q4-Performance beim DAX erklärt 93% der Performance seit 1988!

Chart Labor: Aktienmarkt im Dezember – Backtest für den Dow Jones

Disclaimer: Der vorliegende Artikel enthält Daten, die aus dem Backtesting von Daten resultieren in gutem Glauben bereitgestellt werden. Diese Informationen werden Ihnen lediglich zu Informationszwecken zur Verfügung gestellt. Wir sichern nicht die Exaktheit, Vollständigkeit oder Angemessenheit dieser Methode zu und übernehmen keine Haftung für den Gebrauch der Informationen. Die in der Vergangenheit erzielte Performance lässt nicht unbedingt Rückschlüsse auf künftige Ergebnisse zu. Unter keinen Umständen haftet trade4life für a) allfällige Verluste, Schäden oder andere Rechtsverletzungen, die ganz oder teilweise verursacht wurden durch einen Irrtum (fahrlässiger oder anderer Art) von trade4life bei der Zusammenstellung, Methodik, Interpretation, Kommunikation, Publikation oder Auslieferung dieser Analyse oder die mit einem solchen Irrtum in Verbindung stehen oder für b) direkte, indirekte oder besondere Schäden, Folgeschäden, Begleitschäden oder für den Ausgleich erlittener Schäden jeglicher Art (darunter insbesondere entgangene Gewinne), die durch das Vertrauen auf diese Analyse verursacht wurden oder auf andere Weise aus ihrer Benutzung herrühren oder mit ihr in Verbindung stehen (einschliesslich der Unfähigkeit, diese Analyse zu nutzen).

Chart Labor: Aktienmarkt im Dezember – Backtest für den Dow Jones

30.11.2016 / 23.13 Uhr

Der November ist rum und damit beginnt der letzte Handelsmonat des Jahres. Wie man immer wieder nachlesen kann, weist der Aktienmarkt generell am Jahresende eine bullishe Tendenz auf (z.B. hier: Auswertung für das Schlussquartal im DAX). Das gilt auch für den Dezember.

Um eine längere Historie zu testen, habe ich dieses Mal den Dow Jones herangezogen – seit 1960.

Im Monatsdurchschnitt zeigt die Auswertung ein Plus von 1,55%. Insgesamt ergibt dies einen Kurszuwachs von 86,6%. Im vergangenen Jahr gab es ein Minus – mal sehen, ob es dieses Jahr klappt?

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Disclaimer: Der vorliegende Artikel enthält Daten, die aus dem Backtesting von Daten resultieren in gutem Glauben bereitgestellt werden. Diese Informationen werden Ihnen lediglich zu Informationszwecken zur Verfügung gestellt. Wir sichern nicht die Exaktheit, Vollständigkeit oder Angemessenheit dieser Methode zu und übernehmen keine Haftung für den Gebrauch der Informationen. Die in der Vergangenheit erzielte Performance lässt nicht unbedingt Rückschlüsse auf künftige Ergebnisse zu. Unter keinen Umständen haftet trade4life für a) allfällige Verluste, Schäden oder andere Rechtsverletzungen, die ganz oder teilweise verursacht wurden durch einen Irrtum (fahrlässiger oder anderer Art) von trade4life bei der Zusammenstellung, Methodik, Interpretation, Kommunikation, Publikation oder Auslieferung dieser Analyse oder die mit einem solchen Irrtum in Verbindung stehen oder für b) direkte, indirekte oder besondere Schäden, Folgeschäden, Begleitschäden oder für den Ausgleich erlittener Schäden jeglicher Art (darunter insbesondere entgangene Gewinne), die durch das Vertrauen auf diese Analyse verursacht wurden oder auf andere Weise aus ihrer Benutzung herrühren oder mit ihr in Verbindung stehen (einschliesslich der Unfähigkeit, diese Analyse zu nutzen).

Chart Labor: Goldpreis als Vorläufer für den S&P 500?

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16.11.2016 / 20.00 Uhr

Keine Assetklasse steht isoliert für sich allein. Sie ist vielmehr mit anderen Assets verbunden – mal mehr, mal weniger. So hat z.B. der Dollar Einfluss auf Rohstoffe, Renditen wirken sich auf Aktien aus und so weiter. Auch sektoral lassen sich viele sogenannte “Intermarkets” ausfindig machen. Das soll aber nicht das heutige Thema sein.

Wir schauen uns heute den Verlauf von Gold und dem S&P 500 (SPY) an. Interessanterweise ist hier seit vielen Monaten ein gewisser Gleichlauf zu sehen. Legt man nämlich beide Preiskurven übereinander, so stellt man fest, dass der Goldpreis zuletzt etwa einen Monat Vorlauf zum US-Aktienmarkt aufweist.

Hier das Ergebnis, wenn man den Goldpreis (rot) um 20 Handelstage nach vorne zieht:

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Ob das Ganze purer Zufall ist oder nicht – diese Frage kann niemand beantworten. Eine Kausalität kann man nicht herleiten, eine Korrelation sehr wohl.

  • So wurde der “Trump-Boden” zuletzt frühzeitig angezeigt – ebenso wie andere Highs und Lows zuvor.
  • Aktuell signalisiert Gold etwa um den Monatswechsel herum wieder fallende Kurse am Aktienmarkt.

Mal sehen, ob dieser “Indikator” auch in Zukunft recht behält.

Chart Labor: Q4-Performance beim DAX erklärt 93% der Performance seit 1988!

1.10.20616 / 14.01 Uhr

Das dritte Quartal ist rum, Grund genug also, einen Blick auf das Schlussquartal zu werfen. Immer wieder ist zu lesen, dass hier die beste Performance erzielt wird. Der nachfolgende Backtest zeigt die genauen Ergebnisse basierend auf dem Kassa-DAX ohne Berücksichtigung von Handelskosten und Steuern:

  • Der Long Einstieg erfolgt jeweils zum Open der Oktoberkerze
  • Der Long Ausstieg erfolgt jeweils zum Close der Dezemberkerze
  • Zeitraum: 1988 bis 2015
  • Insgesamt wurden 8.895 Punkte erwirtschaftet
  • Der maximale Drawdown war im Horrorjahr 2008 zu sehen: 1.920 Punkte lag die Position zeitweise im Minus

Wenn man bedenkt, dass der DAX Anfang Oktober 1988 bei 1.243 Punkten notierte und Ende Dezember 2015 bei 10.743, betrug der gesamte Gewinn einer Buy-and-Hold-Strategie folglich 9.500 Punkte. Das bedeutet, dass 93,6% der gesamten DAX-Performance seit 1988 auf das Konto des Schlussquartals gehen!

Jetzt drehen wir den Spieß um: Welche beiden Monate waren in der Vergangenheit die schwächste Phase – wo hätte man sich in der Rückbetrachtung also vom Markt fernhalten sollen? Eindeutige Antwort: Im August und September.

Im Zeitraum 1988 bis 2015 hätte ein Investment im DAX insgesamt 7.705 Punkte verloren. Vor allem 1998, 2001 sowie 2011 und 2015 waren die Verluste heftig.

Disclaimer: Der vorliegende Artikel enthält Daten, die aus dem Backtesting von Daten resultieren in gutem Glauben bereitgestellt werden. Diese Informationen werden Ihnen lediglich zu Informationszwecken zur Verfügung gestellt. Wir sichern nicht die Exaktheit, Vollständigkeit oder Angemessenheit dieser Methode zu und übernehmen keine Haftung für den Gebrauch der Informationen. Die in der Vergangenheit erzielte Performance lässt nicht unbedingt Rückschlüsse auf künftige Ergebnisse zu. Unter keinen Umständen haftet trade4life für a) allfällige Verluste, Schäden oder andere Rechtsverletzungen, die ganz oder teilweise verursacht wurden durch einen Irrtum (fahrlässiger oder anderer Art) von trade4life bei der Zusammenstellung, Methodik, Interpretation, Kommunikation, Publikation oder Auslieferung dieser Analyse oder die mit einem solchen Irrtum in Verbindung stehen oder für b) direkte, indirekte oder besondere Schäden, Folgeschäden, Begleitschäden oder für den Ausgleich erlittener Schäden jeglicher Art (darunter insbesondere entgangene Gewinne), die durch das Vertrauen auf diese Analyse verursacht wurden oder auf andere Weise aus ihrer Benutzung herrühren oder mit ihr in Verbindung stehen (einschliesslich der Unfähigkeit, diese Analyse zu nutzen).

Chart Labor: Was passiert nach einem Selloff?

18.9.2016 / 15.00 Uhr

Dass die Notenbanken eine zentrale Rolle für die Entwicklung des Aktienmarktes spielen, ist kein Geheimnis – das gilt insbesondere für die seit 2009 laufende Rallye. Eine einfache Möglichkeit, das Vertrauen in die Macht der Notenbanker zu messen, ist die Analyse der Reaktion des Marktes auf einen kurzen Dip. Seit März 2009 kam es an insgesamt 67 Tagen zu einem Einbruch von mindestens zwei Prozent.

Der nachfolgende Chart zeigt die Performance des S&P 500 eine Woche, zwei Wochen und einen Monat nach diesem Abwärtstag.

in-fed-we-trust_140916Das Ergebnis ist klar: Kurze Einbrüche stellen Kaufgelegenheiten dar – im Schnitt notiert der Markt einen Monat später nämlich 3,1% höher.

Das Entscheidende dabei: Im Vergleich zum Zeitraum 1928-2008 ist seit 2009 eine massive Erhöhung der Bounces zu beobachten. Das zeigte sich zuletzt z.B. am Jahresanfang 2016 oder dem (noch relativ harmlosen) Downmove nach der Brexit-Entscheidung.

Einen Schönheitsfehler hat diese Grafik. So ist der Vergleich der beiden Zeiträume nicht gerade “fair”: Während die Jahre 1928-2008 alle Zyklen und damit Bullen- und Bärenmärkte enthalten, repräsentiert der Zeitraum ab 2009 einen reinrassigen, dynamischen Bullenmarkt. Letzerer sollte also zwangsläufig höhere Ergebnisse generieren. Wie so oft werden also Äpfel mit Birnen verglichen.

An der Kernargumentation ändert das freilich wenig: Die FED spielt eine nicht unwichtige Rolle bei der ganzen Sache, sorgt sie doch immer wieder – zusammen mit dem Nullzinsniveau weltweit – für ein unerschütterlich Vertrauen in die US-Aktienmärkte. Jene FED wird genau dieses Vertrauen aber auch wieder zerstören (müssen) – es ist nur eine Frage der Zeit…

PS Wer mehr zum Thema FED/Aktienmarkt erfahren möchte, dem empfehle ich meinen Artikel zum FOMC-Effekt.