Archiv für den Monat: März 2020

Was für die Geschichtsbücher: US Initial Claims mit Rekordanstieg

26.3.2020 / 16.32 Uhr

Dass die Corona-Krise für Probleme am Arbeitsmarkt sorgen wird, ist klar. Der heute gemeldete Anstieg bei den US-Erstanträgen auf Arbeitslosenversicherung ist dennoch einen Blog-Eintrag wert – etwas für die Geschichtsbücher…

Die Peaks der Vergangenheit, die übrigens immer ein super Timing-Signal für Rezessionen waren, verblassen da voll und ganz. Den Aktienmarkt juckt das heute freilich nicht – im Gegenteil.

Chart erstellt mit Tradesignal, www.tradesignal.com; Daten von Refinitiv Eikon

Wo liegen die Fibo-Erholungsziele für DAX, SPX und Nasdaq?

26.03.20 / 10.31 Uhr

Der DAX hiel sich gestern an den Fahrplan und lieferte gestern nach einem kurzen Ausflug über die 10k-Marke einen Pullback, sodass die Range weiter intakt bleibt. Zeit, um einen Blick auf die wichtigsten Indizes zu werfen.

Wo liegen die klassichen Erholungsziele – sprich 38er Fibonacci Retracements?

  • DAX: 10.370
  • SPX: 2.650
  • NQ: 7.904

Rechts noch der MSCI World All Country, allerdings als ETF von iShares. Das Bild bleibt überall das gleiche – wobei der Nasdaq dank der hohen Techwerte-Gewichtung relativ betrachtet am “besten” aussieht.

Chart erstellt mit Tradesignal, www.tradesignal.com; Daten von Refinitiv Eikon

Was für ein Squeeze: Dow Jones mit größtem Tagesgewinn seit 1930!

25.03.2020 / 7.50 Uhr

Der gestrige Tag war mal wieder für die Geschichtsbücher. Dieser Chart zeigt, warum:

Der Dow Jones stieg um 11,4 Prozent – damit einen Tick mehr als in den wildesten Phasen in 2008 und 1987. Ein perfektes Beispiel für die extrem hohe Vola und die dynamischen Pendelbewegungen zwischen Weltuntergangsstimmung und der “So billig komme ich nie wieder in den Markt”-FOMO.

Nun zum DAX Future – hier ging der an dieser Stelle skizzierte Plan auf. Am vergangenen Donnerstag schrieb ich “Gelingt bei 9.110 der Ausbruch nach oben, kann ein schneller Short Squeeze bis 9.300 bzw. 9.600 starten, oder 9.990.” Heute früh notiert der Future bereits bei 9.750. Ich rechne mit einer weiteren Erholung, die bis 9.990 und dann bis ca. 10.250/10.350 führen sollte. Dort wird es erstmal schwierig für die Bullen. Update folgt.

Chart erstellt mit Tradesignal, www.tradesignal.com; Daten von Refinitiv Eikon

 

DAX Future: Range zwischen 8200 und 9100

23.3.2020 / 10.40 Uhr

Der DAX Future lief am Freitag ziemlich exakt zum Widerstand 9.110 und prallte von dort wieder nach unten ab. Heute früh wurde dagegen die untere Zone bei 8.200/8.230 erreicht und sorgt seitdem wieder für Kaufinteresse. Das Fazit bleibt daher unverändert:

  • Innerhalb der genannten Range –> neutral
  • Gelingt der Ausbruch über 9.110, kann ein schneller Short Squeeze bis 9.300 bzw. 9.600 starten, oder 9.990
  • Kommt es zu neuen Lows unterhalb 8.200, lautet das Abwärtsziel 7.640

Chart erstellt mit Tradesignal, www.tradesignal.com; Daten von Refinitiv Eikon

DAX Future: Erholung voraus?

19.3.2020 / 8.33 Uhr

Der DAX Future fiel gestern Abend unter die 8.200, es folgten bisher aber keine Folgeverkäufe. Aktuell notiert der Märzkontrakt bei 8.472 Punkten. Für die kommenden Stunden bzw. Tage könnte sich nun eine Long-Chance ergeben. Wichtig ist nur, dass die 8.210 nicht unterboten wird. Bis ca. 8.800 kann es schnell gehen, ein weiterer Resist wartet am 50er Retracement bei 9.110. Gelingt dort der Ausbruch nach oben, kann ein schneller Short Squeeze bis 9.300 bzw. 9.600 starten, oder 9.990.

Chart erstellt mit Tradesignal, www.tradesignal.com; Daten von Refinitiv Eikon

Weltuntergang wie 1929 oder “nur” ein Crash a la 1987?

18.3.2020

Wenn man sich die Geschwindigkeit und die Tiefe des Einbruchs am Aktienmarkt (Dow Jones) anschaut, bleiben historisch betrachtet nur zwei vergleichbare Jahre: der schnelle Crash von 1987 und der Beginn des mehrjährigen Crashes ab 1929 (Great Depression).

So sieht der Chart aus, wenn man alle drei übereinanderlegt:

Und hier ein Blick auf die damalige Verlaufsstruktur nach dem ersten Einschlag. Wie am erkennen kann, kam es selbst 1929 nach der ersten Halbierung zu einer kräftigen Gegenbewegung von fast 50%. Anschließend ging es viele Quartale lang abwärts – bis vom Hoch fast 90% des Kapitals verbrannt waren.

Der untere Subchart zeigt den Verlauf von 1987. Nach einer volatilen Bodenbildung ging es anschließend nach oben und der Spuk war ca. 2 Jahre später wieder vorbei.

Chart erstellt mit Tradesignal, www.tradesignal.com; Daten von Refinitiv Eikon

DAX Monatschart unter der Fibo-Lupe

17.3.2020 / 7.52 Uhr

Der DAX schloss gestern bei 8.742 Punkten und befindet sich damit allein auf Monatsbasis 27% im Minus. Bei solchen Moves muss man schon den Monatschart auspacken, um das Geschehen überhaupt einordnen zu können. Wo befinden wir uns eigentlich und wo sind potenzielle Haltemarken – zumindest für eine Gegenrallye?

Hier der Chart mit den Retracements der Bullenphase 2003-2020, 2009-2020 sowie 2011-2020:

  • das 61,8er der 2011-2020er Bewegung (8.338) wurde gerstern abgearbeitet
  • bei 8.152 liegt das große Doppeltop, das als Supportzone fungiert

In “normalen” Zeiten sind das die Zonen, die Marktteilnehmer zum (Wieder)einstieg motivieren – vor allem wenn man einen Drawdown von 40% bereits hinter sich hat und das KBV bereits bei 1,05 liegt (war gestern der Fall). Solange die Leute Angst um Klopapierbestände haben, sind die Zeiten aber noch lange nicht “normal”…

Von daher gilt:

  • Geht es unter diese Mega-Support-Zone, warten bei 7.487 und 7.050 weitere Fibo-Supports
  • Bei 6.622 wären 61,8%der Bullenbewegung von 2003-2020 korrigiert

Chart erstellt mit Tradesignal, www.tradesignal.com; Daten von Refinitiv Eikon

DAX unter 8.500!

16.3.2020 / 9.31 Uhr

Der DAX startet mit einer Verkaufsrunde in die neue Woche und markiert neue Tiefs – aktuell bei 8.500. Vom Hoch ist der Index bereits 37% gefallen, gleichzeitig wurde das 50er Retracement der gesamten Bullenbewegung seit 2009 “korrigiert”. Bleibt als nächstes Ziel das alte Hoch bei 8.152 Punkten. Darunter die 7.500/7.600. Crazy, einfach nur crazy.

Chart erstellt mit Tradesignal, www.tradesignal.com; Daten von Refinitiv Eikon

DAX Update am 13.3.2020: Erholung läuft, aber wie weit?

13.3.2020 / 14.20 Uhr

Der DAX hat von unter 9.000 einen Sprint bis fast an die 10.000er Marke hingelegt – so geht hohe Vola: gestern Weltuntergang, heute Schnäppchenjagd. Mit diesem Verhalten müssen wir uns für die kommenen Wochen anfreunden, bis das Virus-Thema endlich abgehakt ist. Gestern Abend wurden übrigens neue Verlaufshochs bei den Vola-Indizes hingelegt (siehe Subchart rechts unten): 77 bzw. 71 – das ist noch nicht ganz Lehman-Niveau, aber schon nah am Extrem.

Beim DAX bieten sich für Erholungen die 10.240er Zone soiwe 10.920 an. Wer kurzfristig handeln kann, schaut am besten auf den Stundenchart – hier sieht man recht schnell, wenn die Erholung abbricht.

Chart erstellt mit Tradesignal, www.tradesignal.com; Daten von Refinitiv Eikon

Ppp, Pa, Paaa, Paaaanik!!!

12.3.2020 / 15.11 Uhr

Die US-Märkte erleben einen Circuit Break, der DAX unter der 9.500 und fast 9% im Minus. Einen schnelleren Crash gab es in den letzten 100 Jahren Börsengeschichte noch nicht. Ist es der erste Social Media Crash? Spannende Zeiten.

Schauen wir – auch wenn es hart ist – auf den Wochenchart und (rechts) die Vola-Indizes:

  • Die Fibo-Ziele bei 9.568/9.323 sind mit dem aktuellen Rutsch erericht. Wie weit könnte der DAX noch fallen?
  • Hier bieten sich die 8.690er Zone, die 8.420 und natürlich die 8.152 an.
  • Darunter wartet bei 7.488/7.506 eine Kaufzone.
  • Erste Käufe habe ich für mein Langfrist-Portfolio getätigt, der Rest folgt bei DAX 7.600 oder VIX/VDAX>80.

Let`see…

Chart erstellt mit Tradesignal, www.tradesignal.com; Daten von Refinitiv Eikon

Starke Erholung overnight: DAX-Erholung gestartet!

10.3.2020 / 7.51 Uhr

Die Aktienmärkte haben sich in der Nacht deutlich nach oben bewegt, gemeinsam mit einer Erholung des Ölpreises und wieder anziehenden US-Renditen. Gold als “sicherer Hafen” gab dagegen ab.

Das Dezember-2018er Tief wurde bisher verteidigt, heute früh notiert der DAX Future bei rund 10.900 Punkten – das gestrige Low lag bei 10.350. Eine Erholung ist damit in der Luft – Stichwort “Turnaround Tuesday”! Als Erholungsmarken sehe ich den Beriech bei ca. 11.260 bzw. 11.420.

Wenn die Käufer mutig (und die Shorties ängstlich) sind, erreicht der Future auch das 38er Fibo bei rund 11.675. Anschließend rechne ich nach wie vor mit einem erneuten Bärenangriff, der dann das zweite Standbein bringen sollte – leicht ober- oder unterhalb des gestrigen Tiefs und begleitet von positiven Divergenzen beim RSI und tieferen VIX/VDAX-Ständen.

Chart erstellt mit Tradesignal, www.tradesignal.com; Daten von Refinitiv Eikon

 

DAX Future: Panik geht in die nächste Runde – 10.800!

9.3.2020 / 7.59 Uhr

Der DAX Future gibt heute erneut massiv nach, zwischenzeitlich wurde der Supportbereich 10.800 erreicht. Vom Jahreshoch verlor der deutsche Aktienmarkt damit bereits 21 Prozent und das in extrem kurzer Zeit. Wer traut sich, in dieses “falling knife” zu greifen? Wird die Panik für einen vierstelligen DAX sorgen? Alles möglich, wenn die Emotionen hochkochen..Chart erstellt mit Tradesignal, www.tradesignal.com; Daten von Refinitiv Eikon

So sehen die VIX-Tops seit 1997 aus!

6.3.2020 / 13.24 Uhr

Die Aktienmärkte fallen weiter, der DAX Future nähert sich der 11.350/11.260er Fibo-Zielzone. Die 10jährige US-Rendite lag heute unter 0,8%, die Vola-Indizes peilen wieder die Hochs der letzten Woche an. Perfekter Zeitpunkt, sich mal auf eine Reise in die Vergangenheit zu begeben. Wie sieht denn normalerweise ein Ende der Panik aus (VIX-Top)?

Chart erstellt mit Tradesignal, www.tradesignal.com; Daten von Refinitiv Eikon

DAX Future – ein Szenario für die kommenden Tage?

5.3.20 / 8.50 Uhr

Der DAX Future notiert heute früh bei 12.164 Punkten und damit rund 450 Punkte oberhalb des Tiefs von letzter Woche. Nach oben hin zögern die Käufer noch, sodass der erwartete Bounce bisher ziemlich zögerlich wirkt. Wie könnten die nächsten Tage aussehen? Im Chart zu sehen ist der klassische Widerstand bei 12.460 – hier kommt das 38er Fibo-Retracement mit den Highs vom vergangenen Sommer zusammen. Dort bzw. in der Zone 12.600/12.650 (Highs+SMAs) gilt es sehr genau zu beobachten, ob die Bären einen neuen Anschlag planen – wovon auszugehen ist. Wenn dieser Bärenangriff kommt, könnte es bis 11.350 bzw. 11.260 gehen.

PS Bei 12.880 und 12.980 liegen weitere theoretische Erholungsmarken. Damit diese überhaupt ins Spiel kommen, muss zunächst die oben genannte Zone geknackt werden..

Chart erstellt mit Tradesignal, www.tradesignal.com; Daten von Teletrader

Warum Panik nie ein guter Ratgeber ist – US-Markt mit Big Bounce!

3.3.2020 / 8.07 Uhr

Der US-Aktienmarkt hat gestern einen kräftigen Anstieg hingelegt, Grund genug, sich ein Update über die Indizes zu verschaffen. So sah die Entwicklung bei den 500 Aktien des S&P 500 aus:

Mit dem 4,6%-Anstieg gestern wurde die 200-Tage-Linie zurückerobert, auch das 38er Fibo-Retracement ist geknackt. Don`t fight the FED!

Auch wenn es danach aussieht, dass alles vorbei ist – nach einem weiteren Anstieg bis 3.120 oder gar 3.190 ist ein nochmaliges Abtauchen aus meiner Sicht wahrscheinlich. Optimal wäre dann ein leicht tieferes Tief (also unter 2.855, hier wartet bei 2.800 ein schöner Support), das dann aber von einer positiven Divergenz des RSI begleitet würde. Dann wäre ein zweibeiniger Boden da. Aber was zählt schon mein Wunsch oder meine Meinung – der Markt wird versuchen, uns alle zu verarschen.

Eines hat sich (wie so oft) ausgezahlt: nicht panisch zu verkaufen, nur weil es schnell abwärts geht. Wenn die Vola-Indizes Extremlevels erreichen, ist die Erholung nah.

Chart erstellt mit Tradesignal, www.tradesignal.com; Daten von Teletrader

Wie sehen Korrekturen und Crashes im Durchschnitt aus?

2.3.2020 / 11.56 Uhr

Anbei ein Screenshot, den ich gerade auf LinkedIn gefunden habe. Verglichen werden hier die durchschnittlichen Verläufe von Bärenmärkten und Korrekturen mit der aktuellen Corona-Panik. Zwar hinkt der Vergleich ein wenig (ein einzelnes Jahr wird immer volatiler und damit brutaler aussehen, als der Durchschnitt vieler Einzelverläufe), aber die Grundinformation lautet: Es wird Zeit brauchen, diesen Schaden zu reparieren.

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Quelle: Goldman Sachs