Know How 01: TRIN – Der Panik-Indikator

10.00 Uhr

Aufgrund zahlreicher Anfragen zum Thema Indikatoren, Strategien usw. möchte ich mit einer kleinen Know How-Reihe starten, die in unregelmäßigen Abständen erweitert wird. Das Ziel ist eine Art „Traderpedia“, ein Werkzeugkasten, der Inspiration bei der Entwicklung eigener Ansätze liefern und unterschiedliche Analyseansätze aufzeigen soll.

Als erstes ist der TRIN (auch Arms Index genannt) dran. Er stellt einen volumenbasierten Marktbreiteindikator dar, der eine gute Möglichkeit, die Stimmung direkt aus der Marktentwicklung heraus zu messen. Und so wird er berechnet:

(Anzahl gestiegener Wertpapiere an der NYSE / Anzahl gefallener Wertpapiere an der NYSE) / (Volumen steigender Wertpapiere an der NYSE / Volumen fallender Wertpapiere an der NYSE)

Die Aussage des Indikators ist einfach und genial zugleich: Werte oberhalb von 2 weisen auf einen hohen Verkaufsdruck hin, da eine hohe Anzahl von Papieren fallende Kurse aufweist und/oder diese von einem hohen Volumen begleitet werden. An Handelstagen mit einem hohen TRIN regiert also die Angst, das Sentiment ist klar negativ. Bei TRIN-Werten deutlich unter 1 gilt das Gegenteil. In Kombination mit einem Trendfolgeindikator wie z.B. SMA lassen sich mit dieser Kennzahl gute antizyklischen Signale im Tageschart generieren.

Das nachfolgende Beispiel zeigt die Signale seit Mitte 2012. Am Dienstag erreichte der TRIN (NYSE) übrigens einen Wert von 2,6 – der gestrige Bounce beim S&P 500 kam also nicht ganz unerwartet. Mal sehen, ob die Bullen ihre Stärke heute fortsetzen!

TRIN für NYSE und Nasdaq:

trin_1Viel Erfolg bei der Analyse und bis bald!

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Posted on: 13. März 2015, by : David Pieper